Ordnungsdiktator

Frage: Wer wünscht sich einen Ordnungsdiktator?

Antwort: Ein Mensch, der an seinem eigenen Chaos erkannt hat, dass er selbst nicht dazu in der Lage ist, Ordnung zu schaffen bzw. zu halten und in der Folge Unterstützung von außen möchte.

Ursprünglich wollte ich mich in diesem Zusammenhang “Strukturfreak” nennen, aber ein Freund hat stattdessen “Ordnungsdiktator” vorgeschlagen. Das Wort gefällt mir aus mehreren Gründen:

  1. Es ist provokant und witzig.
  2. Es signalisiert Effizienz: Was ein Diktator sagt, wird ohne weitere Diskussion umgesetzt.
  3. Jemand, der sich einen Diktator in’s Haus holt, gesteht sich selbst eine gewisse Hilflosigkeit ein. Gleichzeitig signalisiert er sowohl sich selbst als auch der Außenwelt die aufrichtige Absicht, eine Änderung am eigenen Verhalten vorzunehmen.
  4. Die Erwartung, sich einen Diktator in’s eigene Reich zu holen, erzeugt oft Anspannungen und Ängste. Die damit verbundene Aufmerksamkeit ist sehr nützlich und kann beim aufräumen konstruktiv genutzt werden.
  5. Zu guter letzt freuen sich die meisten Menschen umso mehr über die Begegnung mit dem Ordnungsdiktator, weil er deutlich freundlicher und hilfsbereiter ist, als allgemein von einem Diktator erwartet wird ;-)

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